Bajusz vom Asperredder - genannt "Mika"
60cm , (V/SG), HD-B1 - VJP 72 P. ; HZP 189 P. (lebende Ente 12P, Nase 11P) Suchensieger - VGP 348P. I-Preis (Nasengebrauch 4h), Bringselverweiser, Suchensieger - VBR - Bringtreue - Gonio frei - Genotyp L/L - Genoty Furnishing F/F

Aus dem Zwinger „vom Asperredder“ von Stefanie Blawe, konnten wir einen UD-Welpen erhalten. Neu für uns - es war ein Rüde. 

Schnell waren das große Potential und auch der Formwert zu erkennen. Wir lernten aber auch, dass der UD anders ist als der UK. Ich persönlich halte das Leistungspotential des UD für solider und spürbar vom Deutsch-Drahthaar geprägt. Dieses jedoch gepaart mit der besonderen Führigkeit des Vizsla. Allerdings auch mit einer noch langsameren Entwicklung wie beim UK. 

„…..Sie sind ein wenig wie Esel, die erst weitergehen, wenn sie die Situation für sich verstanden haben. Dann aber überaus engagiert, mutig und absolut verlässlich……“

In diesem Kontext war die VJP noch etwas schwierig. Am Ende konnte diese jedoch mit soliden 72 P. bestanden werden.

Nun ging es engagiert in die Vorbereitung zur HZP, die weiterhin noch von Entwicklungsschritten geprägt war. 

Wir reisten dann zur Prüfung ins Emsland und wurden als der Exot von dreißig angetretenen Hunden beäugt. 

Was nun folgte, war ein ganz besonderer Tag in meinem Hundeführerleben. Am Vormittag, konnten alle Feldfächer mit soliden 10P abgelegt werden. Es folgte das Wasser, an dem der Hund alles abrufen konnte was der „Esel“ nicht nur gelernt sondern nun auch verstanden hatte. 

Der Hund arbeitete im extrem schweren Gewässer, 40 Minuten lang ohne Unterlass und fand die getauchte Ente mehrfach, teilweise mit hoher Nase. Das Ergebnis waren 12 P an der lebenden Ente und 11 P für die Nasenleistung. Der „Exot“ gewann die Prüfung mit 189 P.

Es folgte das HD-Röntgen mit einem HD-B1 Ergebnis, sowie die Körung mit einem V/SG. Die Prüfung der Rauhaarvererbung ergab „Reinerbig“ F/F.

Auch die weitere Ausbildung zur VGP war geprägt, durch den Hundecharakter des Verstehen Wollens. Härte funktioniert nicht. Man muss sich auf den Hund einlassen und einen Weg finden, der für ihn verständlich ist. Das Ergebnis ist dann umso verlässlicher.

Mit der VGP, schenkte mir unser „Mika“ zwei ganz besondere Prüfungstage.

Alle Waldfächer inklusive Übernachtfährte mit Bringselverweisen verliefen ohne Punktverlust. Auch konnte der Hund beim Stöbern von einem Reh abgepfiffen werden.

Der Folgetag verlief sogar noch besser. Im Feld umschlug er, ein bereits durchsuchtes Unland, stand felsenfest vor und zog auf Kommando langsam nach. Ich konnte zwei Fasane heraustreten und ohne nachprellen schießen. Es gab Szenenapplaus von den Richtern und eine 4h für die Nase.

Am Ende hatten wir über zwei Tage keinen einzigen Punkt verloren, so dass die VGP mit Übernachtfährte und Bringselverweisen mit 348 P im ersten Preis bestanden werden konnte. Auch hier wurde der „Exot“ wieder Suchensieger.

Nun war der von seiner Genetik sehr erwünschte Zuchtrüde „fertig“.

Auf den folgenden Jagden konnte der Hund das Erlernte beeindruckend mit zunehmender Erfahrung verknüpfen. Kombiniert mit einem grandiosen Gehorsam, auch unter Jagdbedingungen, zeigt er absolut verlässliche Leistungen.

Im Dienstbetrieb bindet er verlässlich verletztes Wild und kann durch seinen Gehorsam sogar innerstädtisch eingesetzt werden.

Ich durfte einige Hunde führen, unser Mika ist aber ohne Zweifel der Hund meines Lebens.

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